Die Szekula-Familie von Briefmarkenhändlern

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Diese Website ist den in Ungarn geborenen Briefmarkenhändlern Béla, Géza, Eugen und Frank Sekula gewidmet. Jeder von ihnen betrieb sein eigenes Briefmarkengeschäft mit Schwerpunkt auf internationalem Briefmarkenhandel, angetrieben wohl eher vom Sinn fürs Geschäft als von einer besonderen Neigung zur Philatelie. Alle vier nahmen die Schweizer Staatsbürgerschaft an und waren jahrelang nebeneinander in Luzern ansässig. Insbesondere Bélas Geschäftsideen lösten während seiner Karriere mehr als einen Skandal aus. Und dennoch – ohne die Sekula-Brüder wäre die Geschichte der Philatelie wohl deutlich ärmer.

Eugen Sekula



Vignetten — 9. Oktober 1930 – 20. Oktober 1930

1930 hatte Eugen Sekula eine ganz besondere Idee, um seine eigenen Kreationen in den Philateliemarkt einzubringen: Anstatt die Worte Porto bezahlt, Port payé oder Porto pagato auf barfrankierte Sendungen zu drucken oder zu schreiben, ließ er zu diesem Zweck briefmarkenähnliche Klebezettel herstellen. Am 24. September erteilte das Postamt Nr. 6 von Luzern die Erlaubnis, diese Vignetten zu verwenden. Nachdem er einige hundert Umschläge vorbereitet hatte, begann er am 10. Oktober mit dem Versand. Sein Marketing-Trick dauerte nur 10 Tage. Nachdem die Kreispostdirektion von Luzern darauf aufmerksam geworden war, wurde die weitere Verwendung dieser Etiketten am 20. Oktober untersagt, da sie gegen schweizerische Postvorschriften verstießen.
Anstatt sich geschlagen zu geben, sah der Geschäftsmann Sekula sofort eine Chance. Er wies in Anzeigen in verschiedenen philatelistischen Zeitschriften auf die Seltenheit seiner Vignetten hin und begann, seine Restbestände zu hohen Preisen zu verkaufen! Komplette Sätze aller vier Briefmarken wurden in speziellen Pergaminheften in deutscher, englischer und französischer Sprache angeboten. Die unten gezeigten Hefte enthalten den selteneren Satz mit tête-bêche-gedruckten Paaren.

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Sechs Briefumschläge und drei Postkarten frankiert mit Eugen Sekulas Vignetten, die zwischen dem 10. und 18. Oktober 1930 abgestempelt wurden. Aufgrund der kurzen Zeitspanne, während der diese Vignetten von der Schweizer Post in Luzern akzeptiert wurden, sind echt gelaufene Belege mit diesen Vignetten rar.
 
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