Die Szekula-Familie von Briefmarkenhändlern

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Béla Sekula ist nicht nur dafür verantwortlich, dass alle seine Brüder und mehrere Familienmitglieder der nächsten Generation in den Briefmarkenhandel eintraten. Während seiner Zeit in Luzern gründete er vier Firmen: sein Groß- und Einzelhandelsgeschäft Béla Sekula, die Cosmophilatelist AG, Globus AG, und Briefmarken-Import und Export AG. Manche seiner Angestellten eröffneten später ihre eigenen Briefmarkengeschäfte, oder führten ursprünglich von Béla gegründete Firmen auch nach seinem Ausscheiden selbständig fort. Einige von ihnen sind hier aufgeführt.

Max Goldberger

 
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Zeitungsanzeige (Fliegende Blätter April 1926)
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(Fliegende Blätter Dezember 1927)
Miksa (Max) Goldberger wurde am 17. März 1875 in Priwitz, Ungarn (nach dem Ersten Weltkrieg zur Slowakei gehörend), als Sohn des Mehlhändlers Henrik Goldberger und der Netti Grosz geboren. Am 14. August 1902 heiratete er in Budapest die Schwester von Béla Szekula, Ilona (Helene), am 10. April 1884 in Szeged geboren. Sie blieben zunächst in Budapest und bekamen (mindestens) drei Kinder: Tochter Erzsébet (=Elisabeth, geb. 20. August 1904), Sohn László (=Ladislav), geboren am 3. April 1907, und Tochter Ibolya (=Viola, Januar 21, 1911 – März 21, 1995). Schließlich folgte die Familie Béla Szekula in die Schweiz. Am 14. Februar 1919 wurden die Goldbergers Schweizer Bürger von Geuensee. Im Mai 1919 trat Max Goldberger als Prokurist in Bélas Briefmarkenfirma ein. Im Oktober 1920, noch während seiner Tätigkeit für Béla, eröffnete er sein eigenes Briefmarkengeschäft Max Goldberger in Luzern in der Hertensteinstr. 58. Im Februar 1922 lief die Prokura von Max Goldberger bei Béla aus. Im Juni 1923 wurde Goldbergers Briefmarkengeschäft in Max Goldberger & Cie umgewandelt, mit ihm und seiner Frau als Inhaber. Im Juli 1929 wurde die Firma aus dem Schweizer Handelsregister gelöscht, als die Familie Goldberger die Schweiz verließ, um ihr Briefmarkengeschäft in der Eichhornstr. 8 in Berlin wieder zu eröffnen. Zwei Jahre später gerieten die Goldbergers in die Schlagzeilen: Nachdem sie Nachdrucke seltener Briefmarken als Originale verkauft hatten, wurden Max Goldberger und sein Sohn Ladislav Ende 1931 wegen Betrugs zu drei bzw. sechs Monaten Gefängnis verurteilt. 1934 zog Goldberger & Cie in die Friedrichstr. 160 um. Max Goldberger starb am 5. August 1936 im Alter von 61 Jahren in Berlin.

Nach dem Tod seines Vaters verließ Ladislav Goldberger Deutschland und ging nach Paris. Dort versuchte er sich weiterhin im Briefmarkenhandel, was nach Kriegsausbruch jedoch zunehmend schwieriger wurde, so dass er sich nur mit Mühe finanziell über Wasser halten konnte. Außerdem wurde es für ihn nach dem Einmarsch der Deutschen im Juni 1940 immer weniger sicher. Im Frühjahr 1943 organisierte der schweizerische Konsul in Paris eine Transportmöglichkeit für Schweizer Juden zurück in die Heimat. Trotz der Umstände entschied sich Ladislav jedoch gegen eine Rückkehr in die Schweiz und bestätigte sogar mit seiner Unterschrift, dass er auf eigene Gefahr in Paris bleiben wolle. Im Dezember 1943 wurde er von der Gestapo verhaftet und in Drancy interniert. Im Gegensatz zu anderen dort internierten Schweizer Juden, die später dem schweizerischen Konsul übergeben wurden, wurde die Schweizer Staatsbürgerschaft des gebürtigen Ungarn Ladislav von deutscher Seite ignoriert. Am 20. Januar 1944 wurde er nach Polen deportiert, wo er im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau dem Holocaust zum Opfer viel.



Brief — 1921 – 1923

Einschreiben abgeschickt 1921–1923 von Göteborg, Schweden, nach Luzern, Schweiz.

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Postkarte — 1. April 1923

Abgeschickt am 1. April 1923, von Luzern, Schweiz, nach Rödeby, Schweden.

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Brief — 1. Juni 1924

Einschreiben abgeschickt am 1. Juni 1924, von Luzern, Schweiz, nach Middelburg, Niederlande. Angekommen am 12. Juni 1924.

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Brief — 10. Juli 1925

Abgeschickt am 10. Juli 1925, von Luzern, Schweiz, nach Bern.

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Postkarte — 15. Februar 1926

Abgeschickt am 15. Februar 1926, von Luzern, Schweiz, nach Cambridge, Massachusetts, Vereinigte Staaten. Angekommen am 21. März 1926.

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Scan zur Verfügung gestellt von Max Brack.


Brief — 13. Juni 1926

Einschreiben abgeschickt am 13. Juni 1926, von Luzern, Schweiz, nach Herne, Deutschland. Angekommen am 14. Juni 1926.

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Brief — 15. Februar 1927

Einschreiben abgeschickt am 15. Februar 1927, von Budapest, Ungarn, nach Luzern, Schweiz. Angekommen am 16. Februar 1927.

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Brief — 20. Mai 1927

Einschreiben abgeschickt am 20. Mai 1927, von Pasuruan, Java, Niederländisch-Ostindien (heute Indonesien), nach Luzern, Schweiz. Angekommen am 20. Juni 1927.

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Brief — Juni 1927

Einschreiben abgeschickt im Juni 1927 von Luzern, Schweiz, nach Köln, Deutschland. Angekommen am 25. Juni 1927.

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Postkarte — 22. Mai 1928

Abgeschickt am 22. Mai 1928, von Berlin, Deutschland, nach Cressy (heute Teil von Bernex), Schweiz.

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Brief — 8. April 1931

Einschreiben abgeschickt am 8. April 1931, von Berlin, Deutschland, nach Kansas City, Missouri, Vereinigte Staaten. Angekommen am 21. April 1931.

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